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Ziehbrunnen bauen – nicht nur ein historischer Gartenschmuck

Der Ziehbrunnen gehört zu einer Reihe verschiedener Brunnentypen, über die Grund- oder Quellwasser gefördert werden können. Dieser historische Brunnentyp wurde bereits vor Hunderten von Jahren zur Wasserversorgung genutzt. Auch heute findet man noch alte Konstruktionen dieser Art, bei denen das Wasser mit manueller Kraft mittels eines Eimers aus den Tiefen des Brunnens gezogen wird. Einen Ziehbrunnen kann mit entsprechender Bauleitung jeder selbst bauen und damit seinen Garten bereichern. Doch erfüllt ein Ziehbrunnen tatsächlich die Anforderungen der Trinkwasserverordnung zur täglichen Wasserversorgung?

Der Ziehbrunnen – ein Zierbrunnen

Ziehbrunnen haben ihre Öffnung über der offenen Wasserfläche und sind daher sehr gefährdet, was die Verschmutzung des Wassers anbelangt.

Zum Blumengießen völlig ausreichend! Dienen Brunnen der Trinkwasserversorgung, so müssen diese verschiedene Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllen. Das Wasser aus Ziehbrunnen sollte daher nicht konsumiert werden! Der Ziehbrunnen ist im Unterschied zu anderen Brunnentypen nicht dicht verschlossen. Bohrbrunnen oder Schachtbrunnen sollten beispielsweise mit einem dichten Einstiegsdeckel verschlossen sein, der das Eindringen von Verschmutzungen und den Zugang Unbefugter verhindert1. Ein Brunnenwassertest ist auch bei Brunnen, die nicht zur Trinkwasserversorgung dienen, sinnvoll, da auch schon der Umgang mit verkeimtem oder belastetem Wasser gesundheitliche Schäden verursachen kann.

Ein Brunnenwassertest gibt Sicherheit

Brunnen hatten früher eine zentrale Bedeutung: Sie galten als Treffpunkt der Menschen. So trafen sich hier Frauen zum Waschen oder zum Wasser holen. Doch die Wasserqualität wurde mit zunehmendem Bevölkerungswachstum schlechter und verursachte Epidemien und andere schwerwiegende Erkrankungen. So stellte man im 19. Jahrhundert nach und nach die Förderung des Trinkwassers auf eine zentrale Wasserversorgung um. Die Einhaltung der gesetzlichen Pflichten ist daher für Betreiber von Quellfassungen oder Bohrbrunnen besonders wichtig. Regelmäßige Kontrollen der Wasserqualität, Begehungen des umliegenden Geländes und der Bau eines Hausbrunnens nach den vorgegebenen Richtlinien sind Grundvoraussetzungen für gute Wasserqualität2. Dennoch kann das Grundwasser durch Schadstoffe belastet sein, die der Brunnenbetreiber selbst nicht zu verschulden hat. Ein Brunnenwassertest zur Eigenkontrolle kann Schadstoffeinträge im Brunnenwasser oft schon im Vorfeld ausfindig machen, denn Verschmutzungen im Wasser sind nicht immer sichtbar.

Tipps für Brunnenbesitzer:

  • Das Wasser aus Ziehbrunnen nur zum Blumengießen nutzen!
  • Von Firma oder in Eigenleistung möglich: Ziehbrunnen bauen!
  • Brunnenwassertest zur Eigenkontrolle empfehlenswert!

Referenzen

1  http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4212.pdf

http://www.ages.at/uploads/media/Broschuere_Hausbrunnen_05.pdf