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Wasserdesinfektion zur Wiederherstellung der Wasserqualität

wasserdesinfektion, trinkwasser desinfizierenEine Wasserdesinfektion in privaten Haushalten ist in der Regel nicht notwendig. Unter bestimmten Voraussetzungen können jedoch veraltete und unsaubere Rohre die Wasserqualität so stark mindern, dass es bei dauerhaftem Verzehr des Trinkwassers zu gesundheitlichen Schäden kommen kann. Besonders auf Auslandsreisen treten vermehrt Erkrankungen durch Legionellen, Salmonellen oder anderen Keimen im Trinkwasser auf. Durch einfaches Abkochen (thermische Methode) können Viren, Keime und Bakterien im Wasser abgetötet werden. Belegt ein persönlicher Wassertest, dass das heimische Leitungswasser belastet ist, so kann auch eine Entkeimung des Wassers daheim notwendig sein. Meist handelt es sich dabei um eine Wasserdesinfektion zur Überbrückung, bis eine Sanierung oder Erneuerung der Leitungsrohre durchgeführt werden kann.

Das ist bei der Entkeimung des Wassers zu beachten:

  • Es gibt verschiedene Verfahren, um Wasser zu desinfizieren: die optische, elektrolytische, physikalische oder chemische Methode zur Wasserdesinfektion.
  • Eine Wasserdesinfektion ersetzt keine Rohrsanierung.
  • Welches Verfahren den größten Erfolg verspricht, hängt von der Verkeimung bzw. Verschmutzung des Wassers, dem pH-Wert und der Wasserherkunft ab.

Eine Wasserdesinfektion daheim kann durch den bestimmungsgemäßen Gebrauch des Trinkwassers vermieden werden. Wichtig sind vor allem die regelmäßige Wasserentnahme sowie die Einhaltung einer maximalen Kaltwassertemperatur von 25 °C und einer Warmwassertemperatur von mindestens 55°C1 (nach neuen Regelungen sogar mind. 60°C). Werden die Grenzwerte überschritten, die von der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) vorgegeben werden, so ist eine Wasser-Entkeimung dringend erforderlich.

Wie funktionieren die einzelnen Methoden der Wasserdesinfektion?

Um das Wasser zu desinfizieren, wird meistens Ozon oder Chlor eingesetzt. Dieses chemische Verfahren darf jedoch nur von Fachfirmen durchgeführt werden. Auch die optische Verfahrensweise der Wasserdesinfektion ist weit verbreitet, besonders als Ergänzung zum chemischen Verfahren: UV-Strahlen schädigen hierbei Bakterien und Viren derart, dass diese unschädlich gemacht werden2. Bei der chemischen Reinigung mit Chlor bzw. Chlordioxid – die unter anderem auch in Schwimmbädern eingesetzt wird – kann es zur Bildung von Desinfektionsnebenprodukten kommen. Diese können bei empfindlichen Personen ebenfalls gesundheitliche Beeinträchtigungen, wie beispielsweise Rötungen der Augenbindehäute, hervorrufen3. Während diese Form der Reinigung eine Einwirkzeit von bis zu 24 Stunden voraussetzt, setzt die thermische Wasserdesinfektion die Wasserversorgung daheim nur für kurze Zeit außer Kraft. Hierbei wird das Wasser an allen Stellen der Hausinstallation für mindestens 3 Minuten auf über 70 °C erwärmt. Diese Methode wird gerne zur Legionellenbekämpfung eingesetzt, um das Wasser zu desinfizieren.

Tipps zur Wasserdesinfektion: daheim Wasser desinfizieren:

  • Einer Wasserdesinfektion muss immer auch eine Behebung der Ursache folgen!
  • Bei eigenen Brunnen und Zisternen empfiehlt sich, die Wasser-Entkeimung durch DVGW-zertifizierte UV-Anlagen durchzuführen!
  • Durch einen persönlichen Wassertest können Belastungsquellen ausfindig gemacht und beseitigt werden!

Referenzen

1  http://www.dvgw.de/fileadmin/dvgw/wasser/installation/twin05_09.pdf

2   http://www.umweltbundesamt.de/nachhaltige-produktion-anlagensicherheit/anlagen/eitep/pdf_d/anlage8.pdf Seite 95 Punkt 8

http://www.allum.de/stoffe-und-ausloeser/chlorverbindungen-schwimmbaedern/desinfektionsnebenprodukte