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Coliforme Keime – die unsichtbare Gefahr im Wasser testen

Coliforme Keime Trinkwasser, Coliforme Bakterien TrinkwasserColiforme Keime – auch Coli-Bakterien genannt – sind Darmbakterien bei Mensch und Tier, die Säure und Gase produzieren. Gemäß der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) sollten diese Bakterien nicht im Trinkwasser vorkommen. Insbesondere coliforme Keime der Enterobacter-, Citrobacter-, Klebsiella- und Serratia-Spezies gehören zu den Bakterien im Wasser, die Infektionen hervorrufen können1. Coliforme Keime im Wasser müssen analysiert werden, da sie besonders bei Kindern und Personen mit einem abgeschwächten Immunsystem Wundinfektion, Lungenentzündung oder eine Gesamtinfektion des menschlichen Organismus hervorrufen können. Daher ist es von besonderer Wichtigkeit, das Trinkwasser in regelmäßigen Abständen auf coliforme Keime zu testen.

Coliforme Keime im Wasser – verschiedene Verfahren

Es gibt verschiedene Verfahren, um coliforme Keime im Wasser zu analysieren. Zur Methode der TrinkwV 1990 kommt das Referenzverfahren nach DIN EN ISO 9308-1 sowie das Colilert-Verfahren in Frage2. Welche Untersuchung zur Wasseranalyse in Betracht kommt, hängt von der Beschaffenheit des Wassers ab. Bei einer Überschreitung des Grenzwertes muss die Ursache für die Verkeimung des Wassers gefunden werden.
Bis zur notwendigen Sanierung ist das Wasser zu desinfizieren. Die Leitungsrohre werden intensiv gespült. Zur Beseitigung eines eventuellen Biofilms wird der Einsatz von Oxidation gewählt. Das Wasser muss regelmäßig getestet werden, denn erst wenn coliforme Keime nicht mehr nachgewiesen werden, sollte das Wasser wieder konsumiert werden.

Wie kommen coliforme Keime in das Wasser?

Es gibt verschiedene Ursachen für eine Verkeimung des Trinkwassers. Zur Einschätzung der tatsächlichen Gefährdung ist das gesamte Ausmaß der Kontamination zu ermitteln. Hierbei wird zwischen einer dezentralen und einer zentralen Kontamination unterschieden. Dezentral bedeutet, dass Einzelbefunde – eventuell auch nur einmalig – auffällig sind. Eine zentrale Verunreinigung weist hingegen auf eine Belastung des Rohwassers oder eine mangelhafte Wasseraufbereitung hin. Auch Biofilme im Leitungsnetz können verantwortlich für coliforme Keime im Wasser sein. Ursachen können im Bereich der Rohwassergewinnung, in einer unzureichenden Desinfektion bei der Wasseraufbereitung oder in den Hochbehältern liegen. aber auch technische Störungen können den Eintrag von Mikroorganismen im Trinkwasser begünstigen.

Gut zu wissen …

Da ungefähr die Hälfte des heutigen Trinkwassers in Deutschland nicht mehr mit Chlor oder Chlordioxid desinfiziert wird, ist die Überwachung von Bakterien im Trinkwasser besonders wichtig. Um die richtigen Maßnahmen zur Wiederherstellung der Trinkwasserqualität zu ergreifen, ist ein individueller Wassertest notwendig. Hierüber werden coliforme Keime, aber auch Schwermetalle oder sonstige Verschmutzungen im Wasser analysiert, die sonst verborgen bleiben würden. Nur wenn Defizite im Trinkwasser bekannt sind, können die Ursachen bekämpft und eine hochwertige Wasserqualität sichergestellt werden.

Referenzen

1 http://www.umweltdaten.de/wasser/themen/trinkwasserkommission/coliforme_bakterien.pdf

2 http://www.dvgw.de/fileadmin/dvgw/wasser/aufbereitung/forum2008_korth.pdf