probenehmer

Warenkorb

 x 
Ihr Warenkorb ist noch leer.

 

Wasseranalyse Armatur

 

Trinkwasseranalyse Keime

 

Tafelwasser Mineralwasser Wasseranalyse


E. coli im Wasser analysieren – Krankheiten vorbeugenE. coli Trinkwasser

E. coli Bakterien – auch Escherichia coli genannt – sind vom Grundsatz her harmlose Darmbakterien, die bei Mensch und Tier vorhanden sind. Kommen diese im Wasser oder in Lebensmitteln vor, so können sie beim Menschen schwere Infektionen auslösen. In der Darmflora ist das Bakterium ein Vitaminproduzent, es existieren allerdings zahlreiche verschiedene Stämme dieser Art, die den Menschen krank machen können. Je nach Stamm können schwere Durchfälle, Harnwegsinfektionen und bei Neugeborenen sogar eine Hirnhautentzündung verursacht werden. Es ist daher wichtig, regelmäßig das Wasser auf E. coli zu testen, um gesundheitliche Schäden – besonders bei empfindlichen Personen – zu vermeiden. Da das Trinkwasser heutzutage nur selten mit Chlor desinfiziert wird, kommt der mikrobiologischen Untersuchung des Wassers eine besondere Rolle zu.

E. coli – im Darm gut, im Wasser schlecht

E. coli gilt beim Analysieren von Wasser als Indikatorbakterium für fäkale Verunreinigungen. Wird also das Bakterium nachgewiesen, kann man davon ausgehen, dass sich verschiedene andere krankmachende Fäkalkeime im Wasser befinden. Ein Test auf jeden einzelnen Keim wäre zu aufwendig und kostenintensiv. Der Grenzwert für E. coli im Wasser liegt bei 0/100 ml1. Sobald eine Probe Auffälligkeiten zeigt, ist das Gesundheitsamt unverzüglich zu informieren. Von dieser Stelle wird geklärt, ob die Kontamination des Trinkwassers so hoch ist, dass sie eine Gesundheitsgefährdung darstellt. Das Wasser ist so lange in regelmäßigen Abständen zu testen, bis E. coli nicht mehr nachweisbar ist.

E. coli im Wasser – was nun?

Werden Bakterien und andere Mikroorganismen im Leitungswasser gefunden, so kann dies verschiedene Ursachen haben. Zur Wiederherstellung der Trinkwasserqualität ist in jedem Fall eine Beseitigung der Ursache notwendig. Vorübergehend muss das Wasser desinfiziert werden, bis das Problem behoben wurde. Je nach Stärke der Kontamination ist der Einsatz eines Wasserfilters oder der Kauf von abgepackten Wasserflaschen für die Übergangszeit sinnvoll. E. coli  kann bereits durch Weidetiere ins Grundwasser gelangen und bei der Wasseraufbereitung somit auf eine unzureichende Desinfektion hinweisen. Auch technische Störungen oder Reparaturen an dem Leitungsnetz können Einträge von Mikroorganismen im Trinkwasser begünstigen.

E. coli – unsichtbar aber nicht ohne Wirkung

Die Trinkwasserverordnung gibt besonders bei den mikrobiologischen Parametern strenge Richtlinien vor2. In der früheren Geschichte der Wasserversorgung verbreiteten sich schwere Epidemien und Seuchen über eine mangelhafte Hygiene. Defizite im Wasser lassen sich jedoch nur durch einen persönlichen Wassertest feststellen. Erst wenn E. coli im Wasser analysiert wurde, lassen sich die Ursachen lokalisieren und beheben. Eine Verkeimung des Wassers ist ohne schuldhaftes Zögern dem Gesundheitsamt mitzuteilen. Es besteht die Pflicht der Desinfektion mit geeigneten Desinfektionsmitteln gemäß Abschnitt 2, § 5 Punkt 5 der TrinkwV 20013, um die Übertragung von Krankheiten auf den Menschen zu unterbinden.

Referenzen

http://www.dvgw.de/wasser/trinkwasser-und-gesundheit/trinkwasserhygiene/ecoli-coliforme/ehec/

http://www.umweltbundesamt.de/wasser/themen/trinkwasser/mikrobiologie.htm

3  http://www.dvgw.de/wasser/recht-trinkwasserverordnung/trinkwasserverordnung/abschnitt-2/#c154441