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Wasseranalysen Trinkwasser testen


Wie gelangt Nitrat ins Wasser?

Nitrat TrinkwasserNitrat gelangt in erster Linie durch die landwirtschaftliche Bodennutzung ins Wasser. Stickstoffhaltige Düngemittel sorgen für diffuse Nährstoffeinträge im Grundwasser. Nitrat gilt hierbei als Indikator für ein Überangebot an Stickstoff im Wasser1. Besonders oberflächennahes Grundwasser kann stark belastet sein. Je tiefer die Grundwasserleitern liegen, desto geringer ist die Konzentration des chemischen Stoffes, denn in sauerstoffarmen Bereichen wird Nitrat zu Ammonium reduziert. Ein zu hoher Nitratgehalt ist besonders für die Umwelt belastend und bedeutet für die Trinkwasserversorgung eine kostenintensive Aufbereitung in den Wasserwerken. Aus diesem Grunde besteht seit 1991 die sogenannte Nitratrichtlinie (91/676/EWG)2, die EU-übergreifend eine dauerhafte Nitratreduktion und den Schutz sämtlicher Gewässer zum Ziel hat. Das Wasser muss regelmäßig auf Nitrat getestet und analysiert werden.

Nitrat im Wasser – Belastungen auf lange Zeit

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) gibt für Nitrat im Wasser einen Grenzwert von 50 mg pro Liter vor. Rund 54 % der deutschen Böden werden landwirtschaftlich genutzt3. Somit gelten Düngemittel als Hauptverursacher für Gewässerbelastungen. Die Nitratrichtlinie soll durch Aktionsprogramme und die Kennzeichnung gefährdeter Gebiete, sowie strenge Vorgaben zur landwirtschaftlichen Nutzung zum Grundwasserschutz beitragen. Eine zu hohe Nitratkonzentration im menschlichen Körper kann zur Blausucht und damit zu einer Sauerstoffunterversorgung lebensnotwendiger Organe führen.

Wasser testen – Nitrat herausfiltern

Die Nitratrichtlinie gibt vor, dass Nitrat im Wasser in regelmäßigen Abständen getestet werden muss. Alle 4 Jahre werden die Messergebnisse in einem Nitratbericht veröffentlicht. Der chemische Stoff wird in einem kostspieligen Aufbereitungsverfahren in den Wasserwerken entfernt. Auch bei Kleinanlagen, wie beispielsweise privaten Brunnenanlagen, ist die Entfernung des Stoffes durch Umkehrosmoseanlagen oder Ionenaustauscher möglich. Der Grenzwert, der von der Trinkwasserverordnung vorgeben wird, soll besonders Säuglinge und empfindliche Personen auch bei regelmäßigem Verzehr des Trinkwassers vor gesundheitlichen Schäden schützen.

Chemische Stoffe im Wasser und die Folgen

Bei Brunnenanlagen ist die Gefahr von erhöhten Nitratgehalten im Trinkwasser besonders hoch. Experten raten regelmäßig zum Wassertest, um möglichst früh auf Veränderungen in der Trinkwasserqualität reagieren zu können. Nitrat kann sich über Bakterien im menschlichen Körper in Nitrit umwandeln, das als Folge die sogenannte Blausucht auslösen kann4. Hierbei wird der rote Blutfarbstoff so verändert, dass ein Sauerstofftransport nicht mehr möglich ist. Bei Nichtbehandlung kann dies sogar zum Tode führen. Säuglinge sind besonders gefährdet. Die Gesundheit kann geschützt werden, wenn das Wasser in Abständen auf Nitrat und andere Schadstoffe analysiert wird.

Referenzen

1 http://www.umweltbundesamt.de/wasser/themen/grundwasser/nigehalt.htm

2 http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:31991L0676:DE:HTML

3 http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/wasser/20070300_wasser_grundwasser_hintergrund.pdf

4 http://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/warengruppen/wc_59_trinkwasser/et_trinkwasser_nitrat.htm